26.03.2010
Neurologen und Rehamediziner arbeiten im Johanniterzentrum für ambulante Versorgung
Hans-Joachim Becker, Kirsten Wernich und Wolfgang Wellige sind sich einige: „Wir wollen selbstständig arbeiten, aber kein eigenes unternehmerisches Risiko tragen." Im neuen Johanniterzentrum für ambulante Versorgung haben der Facharzt rehabilitative und physikalische Medizin und die beiden Neurologen dazu die Gelegenheit.
Arbeitgeber der drei Fachärzte ist das Johanniterznetrum, eine Tochterfirma der Johanniter-Ordenshäuser. „Wir stellen auch die Praxisräume und das medizinische Personal zur Verfügung", erläutert Frank Böker, Geschäftsführer der Ordenshäuser.
Sein kaufmännischer Leiter Michael Schelp zeigt derweil schon weitere Möglichkeiten auf, wie künftig Klinikbetrieb und ambulante Tätigkeiten verzahnt werden könnten. „Wenn unser Klinikneubau fertig ist, können die Ärzte auch Röntgen- und EEG-Untersuchungen in diesem Haus vornehmen lassen."
„Ich wollte noch einmal frische Luft schnappen", nennt Dr. Hans-Joachim Becker derzeit als Grund, sich nach über 20-jähriger Kliniktätigkeit der ambulanten Praxisarbeit zu widmen. Seit 1999 hat der 54-Jährige als Oberarzt in der Medianklinik an der Bültestraße gearbeitet. Die langjährigen Erfahrungen, die er nicht zuletzt in der postoperativen Behandlung von Patienten mit orthopädischen Erkrankungen gesammelt hat, will er nun auch in der ambulanten Behandlung weitergeben.
Aus der Klinik in die Praxis - das gilt auch für Kirsten Wernich. Die 37-jährige Fachärztin für Neurologie hat seit 2001 an der neurologischen Klinik des Klinikums Herford gearbeitet. „Multiple Sklerose, Parkinson, Epilepsie, Schlaganfall", nennt sie als wichtigste Beispiele für neurologische Erkrankungen, denen sie sich nicht nur in der Praxis, sondern auch bei Hausbesuchen widmen will.
Dritter im Bunde ist ihr Facharztkollege Dr. Wolfgang Wellige. Der 69-jährige hat seine eigene Praxis aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben, nutzt jetzt im Versorgungszentrum die Chance, sich noch stundenweise vorwiegend um psychiatrische Erkrankungen zu kümmern.
Im Laufe des Jahres sollen zwei weitere Mediziner in das Ärztehaus an der Johanniterstraße 1 einziehen. „Unsere Verhandlungen stehen kurz vor dem Abschluss", sagt Böker. Welche Fachrichtungen die vertreten, will er noch nicht verraten. Fest steht allerdings, dass er diese Mediziner nicht einstellen wird: „Die tragen ihr Praxisrisiko selbst."
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