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05.03.2010

Kooperation zwischen Goethe-Realschule und Johanniter-Ordenshäusern

Schüler sind für kranke Menschen da: Schon seit sieben Jahren kümmern sich Jugendlich der Goethe-Realschule um Patienten der Johanniter-Ordenshäuser. Diese Zusammenarbeit haben die Verantwortlichen gestern in einem Kooperationsvertrag besiegelt.

Einmal in der Woche treffen sich etwa 20 bis 25 Schüler mit Patienten der Ordenshäuser. Zwei der Goethe-Schüler sind Therese Brinkmann und Aron Kidane, beide aus dem zehnten Jahrgang. „Ich weiß noch nicht genau, was ich nach der Schule machen soll", erklärt Therese Brinkmann.

Bei den Johannitern möchte sie für sich erkunden, ob ein sozialer Beruf für sie eine Alternative bei der Berufswahl ist. Ihre Schulleiterin unterstützt sie dabei. „Soziale Kompetenzen haben bei uns eine große Bedeutung", sagt Heike Goldstein, selbst Religionslehrerin.

Die Schüler müssen sich im Wahlpflichtfach für eine Arbeitsgemeinschaft entscheiden. Eine Möglichkeit ist das Engagement bei den Johannitern. Mit den Patienten sollen sie sich unterhalten, spielen oder spazieren gehen. „Ich habe für einen Patienten kleine Erledigungen gemacht. Er brauchte neue Batterien für sein Hörgerät", berichtet Aron Kidane. Eine Patientin habe sich aber auch gewünscht, sich einfach mit ihm unterhalten zu können. „Mit der Zeit baut sich ein Vertrauensverhältnis auf", sagt der Schüler. Seit Anfang des Schuljahres haben die Schüler eine Einführung in ihre Aufgabenfelder erhalten. Zum Beispiel wurde ihnen gezeigt, wie sie mit einem Rollstuhl umgehen müssen. Nach den Herbstferien gehen die Schüler dann in die Ordenshäuser.

Der Kontakt zwischen Schülern und Patienten hat für beide Seiten Vorteile. „Der Kontakt mit Jüngeren hält ältere Menschen auch selbst jung", erklärt Johanniter-Geschäftsführer Frank Böker.

Die Johanniter haben insgesamt 280 Patienten, die meisten im neurologischen Bereich. Nicht immer muss das Aufeinandertreffen von Jung und Alt führen. Auch mit jüngeren Patienten beschäftigen sich die Schüler. Das Projekt zwischen Johannitern und Goethe-Realschule begann angelehnt an die „Grünen Damen und Herren". Dabei kümmern sich Freiwillige, in Grün gekleidet, ehrenamtlich um Patienten.

Die Schule machte daraus die „Grünen Schülerinnen und Schüler" - auch wenn die Jugendlichen nicht in Grün in den Ordenshäusern erscheinen. Weiterentwickelt hat sich die Zusammenarbeit mit einer Computer-Gruppe, die nach den Herbstferien beginnt, den Patienten den Zugang zum Internet zu ermöglichen. Der abgeschlossene Kooperationsvertrag soll die Verbindung zwischen Johannitern und Goethe-Realschule festigen. Von dem Erfolg sind Schüler, Schulleiterin und Johanniter gleichermaßen überzeugt. „Die jungen Menschen haben durch ihr Engagement Erfolgserlebnisse. Sie sehen, wie Patienten Fortschritte machen", sagt Frank Böker. Auch was sie selbst für eine Wirkung haben, erfahren die Schüler. „Die Patienten freuen sich, wenn wir kommen", sagt Aron Kidane. Und das macht auch die Schüler glücklich.







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